Ein ferngesteuertes Flugzeug zu fliegen erfordert Übung
Der Traum vom Fliegen ist wahrscheinlich so alt wie die Menschheit selbst. Heute gibt es verschiedenste Möglichkeiten, diesem Traum nahe zu kommen, und wer selbst am Boden bleiben möchte, nutzt Modellflugzeuge.
Das Steuern eines ferngesteuerten Flugzeugs erfordert dabei eine gewisse Übung. Denn anders als bei ferngesteuerten Autos ist der mögliche Schaden bei einem Fehler viel größer. Während das Auto nur irgendwo gegen fährt, kann das Flugzeug abstürzen, und dann bleibt selten etwas heile.
Wie bei jedem Hobby oder Sport, so gibt es auch beim Fliegen von Modellflugzeugen verschiedene Klassen. Ein Anfänger sollte sich sicher erst einmal mit einem einfachen Modell begnügen, das dabei auch noch relativ robust sein sollte, um mögliche Fehler möglichst unbeschadet zu überstehen. Dabei gilt es, beim Fliegen mehrere Dinge zu koordinieren: die Geschwindigkeit, die Höhe sowie die horizontale und vertikale Lage des Flugzeugs in der Luft. Dabei stellt sich die erste Schwierigkeit bereits beim Start, denn das Flugzeug muss erst einmal in die Luft gebracht werden. Für Anfänger empfiehlt es sich dabei sicherlich, das Flugzeug von einem Freund oder Bekannten aus der Hand starten zu lassen. Denn die Steuerung am Boden, wenn das Flugzeug von einer Startbahn starten soll, ist bereits die erste Hürde und kann auch bei erfahrenen Piloten noch zu einem Fehler führen. Ist das Flugzeug aber erst einmal in der Luft, muss der Pilot am Boden alle Bewegungen des Fliegers richtig koordinieren. Dies erfolgt über eine Fernsteuerung, bei der über meistens zwei Hebel die verschiedenen Funktionen gesteuert werden. Für Anfänger bietet sich hier die Möglichkeit, zwei Fernsteuerungen miteinander zu verbinden und sich bei Problemfällen von einem erfahrenen Piloten helfen zu lassen. Dies ist vergleichbar einem Fahrschulwagen, bei dem der Fahrlehrer einen zweiten Satz Pedale hat und im Notfall eingreifen kann.
Die Fluggeräte werden entweder von einem Elektro- oder Verbrennungsmotor angetrieben. Für Anfänger eignen sich am ehesten Modelle mit einem Elektromotor, da diese meistens keine so hohen Geschwindigkeiten erreichen und dadurch einfacher zu fliegen sind, da mehr Zeit für die Reaktion bleibt. Hat man eine ältere Fernbedienung, die noch mit Quarzen arbeitet, sollte man sich vor dem Start mit anderen Piloten abstimmen. Ansonsten kann es passieren, dass über eine Fernbedienung unbeabsichtigt zwei Flugzeuge gesteuert werden, was dann zwangsläufig zu einem Absturz führt.
Die Königsdisziplin beim Modellbauflug sind Maschinen, die mit einem Düsentriebwerk angetrieben werden. Diese sind aufgrund der hohen Geschwindigkeit sehr anspruchsvoll und erfordern eine lange Übung, wobei auch hier wieder der Start und die Landung die kritischen Punkte sind. Für gewisse Modelle ist der Modellbauflug übrigens erlaubnisfrei, ab einer bestimmten Größe oder Leistung wird aber eine Aufstiegserlaubnis benötigt. Solche Modelle dürfen dann auch nur auf abgesperrten Geländen geflogen werden, weshalb der Beitritt zu einem Verein mit entsprechendem Gelände sinnvoll ist.